Sky Ladder China (Zhangjiajie) – unsere Erfahrung mit dem spektakulären Via Ferrata
Unter uns ging es mehrere hundert Meter in die Tiefe. Kein Netz, kein Boden – nur eine schmale Metallleiter, die irgendwo zwischen den Felsen hing. Als wir den ersten Schritt darauf gemacht haben, wurde uns schlagartig klar: Jetzt gibt es kein Zurück mehr.
Die Sky Ladder China, genauer gesagt im Zhangjiajie Nationalpark, gehört zu den spektakulärsten Via Ferrata Erlebnissen überhaupt. Und genau deshalb hat uns diese Aktivität schon Tage vorher nicht mehr losgelassen.
In diesem Beitrag erfährst du alles über die höchste Himmelsleiter der Welt.
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Was ist die Sky Ladder in Zhangjiajie?
Die sogenannte Sky Ladder (Himmelsleiter) befindet sich am Qixing Mountain, einem weniger bekannten Teil des Zhangjiajie Nationalparks in China.
Dabei handelt es sich um eine 168 Meter lange Metallleiter, die in rund 1.500 Metern Höhe frei zwischen Felsen hängt. Sie ist Teil einer etwa 1,2 Kilometer langen Via-Ferrata-Route und zählt zu den außergewöhnlichsten Aktivitäten im sogenannten Avatar Nationalpark.
Viele verbinden Zhangjiajie vor allem mit den bekannten Felsformationen aus Avatar – doch nur wenige wissen, dass es hier auch eine der spektakulärsten Kletterrouten in ganz China gibt.
Unsere Entscheidung für die Himmelsleiter in Zhangjiajie
Ein paar Tage vorher waren wir uns noch komplett unsicher.
Ist das zu krass?
Ist es das Geld wert?
Trauen wir uns das überhaupt?
Am Abend vor der Tour haben wir uns noch ein Video angeschaut. Und genau da war es passiert: dieses Bauchkribbeln, diese Mischung aus Nervosität und Vorfreude. Am nächsten Morgen, als wir in der Seilbahn nach oben saßen, war die Aufregung wieder komplett da.
Anreise zum Qixing Mountain
Wir wurden direkt von unserer Unterkunft in Wulingyuan abgeholt – einem der wichtigsten Ausgangspunkte für den Zhangjiajie Nationalpark. Falls du deine Reise dorthin planst, findest du in unserem Zhangjiajie Guide alle wichtigen Infos zur Region.
Die Fahrt dauerte etwa eine Stunde. Alternativ kannst du auch ein Taxi (DiDi) nehmen. Uns wurde davon allerdings abgeraten, da es gerade auf dem Rückweg schwierig werden kann, ein Fahrzeug zu bekommen. Das waren zumindest die Infos, die wir von unserem Host der Unterkunft bekommen haben. Preislich lag Fahrer und Taxi auf einem ähnlichen Level.
Unser Fahrer hat uns hingebracht, mehrere Stunden vor Ort gewartet und uns danach wieder zurück gefahren. Für uns war das definitiv die entspannteste Lösung.
Ticket, Chaos und Einweisung
Vor Ort ging es erstmal weniger spektakulär los als erwartet. Wir dachten, dass der gesamte Prozess sehr strukturiert ist – wie eigentlich fast überall in China. Aber dem war nicht so.
Wir hatten unser Ticket bereits online über Trip.com gebucht. Doch bis wir dieses überhaupt vorzeigen konnten, verging über eine halbe Stunde, obwohl nur wenige andere Personen vor uns an der Reihe waren.
Danach lief vieles über WeChat. Dort haben wir QR-Codes bekommen, die wir für den Zugang zur Seilbahn und später zum Kletterbereich gebraucht haben. Dann ging es erstmal ca. 10 Minuten mit der Seilbahn nach oben, bevor es in einen Shuttle-Bus ging. Von dort waren es noch wenige Minuten zu Fuß.
Bei der Einweisung wurde es dann interessant. Klettergurt anziehen, eine kurze Demo an einer Testwand – und das war es im Grunde schon. Aber auch hier haben wir wieder über eine halbe Stunde gewartet, bis es überhaupt losging. Der Guide konnte kaum Englisch, aber zum Glück war ein Pärchen aus England dabei, bei dem eine Person chinesisch sprechen konnte.
Ohne sie hätten wir uns einiges zusammenreimen müssen. Trotzdem ist das System relativ selbsterklärend, sobald man es einmal gesehen hat. Es wäre also auch ohne Dolmetscher gegangen. Und dann ging es los …
Start in die Via Ferrata in Zhangjiajie
Der Klettersteig, also die Via Ferrata in Zhangjiajie, beginnt relativ unspektakulär, wird aber schnell intensiver.
Man bewegt sich direkt entlang der Felswand, oft mit freiem Blick in die Tiefe. Mal geht es nach oben, mal nach unten, mal seitlich – immer mit dem Gefühl, dass man sich in einer völlig anderen Welt bewegt.
Gerade am Anfang war das ungewohnt, aber man gewöhnt sich erstaunlich schnell daran. Vielleicht auch, weil man sich ständig konzentrieren muss. Jeder Schritt, jeder Karabiner – alles passiert bewusst.
Es war auch einiges los, da das der erste schöne Tag nach ein paar nebligen Tagen war. Durch die vielen Leute mussten wir immer wieder warten. Das war einerseits ungewohnt, hat uns aber auch geholfen, uns langsam an die Höhe zu gewöhnen.
Die für uns schwierigste Stelle des Klettersteigs in China
Nach einer Weile kamen die ersten Abschnitte, die sich wirklich anders angefühlt haben. Ein Drahtseil, gespannt über den Abgrund. Beim ersten, kürzeren Seil ging es noch. Beim zweiten Mal wurde es deutlich intensiver. Länger, wackliger und plötzlich merkt man, wie sehr der Kopf mitspielt.
Man weiß, dass man gesichert ist. Aber das Gefühl bleibt trotzdem. Am Ende des Klettersteigs kam dann eine kleine Leiter – und genau da wussten wir: Das war nur ein Vorgeschmack.
Dadurch, dass viel los war, hat es sich auch teilweise etwas gestaut. Vor allem an Anfang und Ende des Via Ferratas. Insgesamt haben wir für den Klettersteig knapp 2 Stunden gebraucht.
Die Sky Ladder in China – das Highlight der Route
Als wir vor der Sky Ladder standen, war die Aufregung dann sofort wieder da.
168 Meter Leiter.
In rund 1.500 Metern Höhe.
Frei zwischen den Felsen.
Wir mussten noch kurz warten, dann ging es los. Einhaken, kurz durchatmen – und der erste Schritt. Unter einem: nichts.
Am Anfang fühlt sich alles noch relativ stabil an. Doch je weiter man nach oben kommt, desto mehr merkt man, wie sich die Leiter bewegt. Besonders in der Mitte wird sie leicht wacklig, was das Ganze deutlich intensiver macht.
Eigentlich dauert der Aufstieg der 168 Meter langen Leiter nur etwa 20 Minuten. Bei uns waren es über eine Stunde. Vor uns war jemand sehr langsam unterwegs und Überholen war keine Option.
Also standen (oder saßen) wir immer wieder – mitten auf dieser Leiter. Und genau dieses Warten war fast das Anstrengendste. Nicht körperlich, sondern im Kopf. Man hält sich fest, versucht ruhig zu bleiben und merkt gleichzeitig, wie schwer es ist, auch nur eine Hand loszulassen. Und das Schlimmste: Teilweise fühlt es sich so an, als ob sich die Leiter dreht.
Oben angekommen
Nach 168 Metern hatten wir es geschafft. Es folgte noch ein kurzer Klettersteig und dann hieß es wieder: Fester Boden unter den Füßen.
Ein kurzer Blick zurück. Und dieses Gefühl, etwas geschafft zu haben, das man sich vorher kaum vorstellen konnte. Wir haben den Klettergurt abgelegt, sind mit dem Bus zurück zur Seilbahn gefahren und wieder ins Tal.
Dort haben wir sogar noch eine Urkunde und einen kleinen Pokal bekommen – ein Detail, das irgendwie perfekt zu diesem Erlebnis gepasst hat.
Preise & Buchung
Gebucht haben wir die Aktivität über Trip.com. Es ist aber auch möglich die Tickets direkt vor Ort zu kaufen. Das geht entweder mit Kreditkarte (unsere Empfehlungen für die besten Reisekreditkarten) oder auch mit AliPay oder WeChat bezahlen. Das sind die beiden Apps, die du zum Bezahlen in China definitiv brauchst.
Der Preis online und auch vor Ort lag bei etwa 98 Euro pro Person und beinhaltete die komplette Tour mit Seilbahn, Bus, Ausrüstung und Einweisung.
Zusätzlich hatten wir einen Fahrer, der uns von unserer Unterkunft abgeholt, vor Ort gewartet und wieder zurückgebracht hat. Insgesamt lagen wir dadurch bei etwa 234 Euro für die gesamte Aktivität inklusive Transport.
| Art | Details |
|---|---|
| Sky Ladder Ticket | ca. 98 € pro Person (inkl. Seilbahn, Bus & Ausrüstung) |
| Fahrer (Hin & Rück) | ca. 300 Yuan (~40 €) für 7 Stunden inkl. Wartezeit |
| Drohnenvideo (optional) | ca. 300 Yuan; online vorab buchbar oder vor Ort |
| Insta360 Kamera (optional) | 79 Yuan + 1.500 Yuan Kaution; vor Ort buchbar |
Route & Dauer
Die gesamte Route des Via Ferratas ist etwa 1,2 Kilometer lang und lässt sich theoretisch in zwei bis drei Stunden absolvieren. Die Himmelsleiter kann man in ca. 20 Minuten absolvieren.
In der Praxis kann es durch Wartezeiten aber deutlich länger dauern – bei uns war das definitiv der Fall. Insgesamt waren wir knapp 7 Stunden an dem Berg, wovon viel Wartezeit war.
| Abschnitt | Beschreibung |
|---|---|
| Anreise | ca. 1 Stunde von Wulingyuan zum Qixing Mountain |
| Auf den Berg | Erst Seilbahn, dann Shuttle-Bus zum Startpunkt |
| Ticket & Check-in | QR-Code scannen, Reisepass zeigen, WeChat Verbindung |
| Einweisung | kurze Einführung mit Klettergurt und Testwand |
| Via Ferrata | Klettersteig entlang der Felsen |
| Sky Ladder | 168 Meter lange Leiter auf ca. 1.500 m Höhe |
| Rückweg | Bus + Seilbahn zurück ins Tal, dann zurück in die Unterkunft |
| Dauer | ca. 3–7 Stunden (je nach Wartezeit) |
Unsere Tipps für die Sky Ladder
Ein paar Dinge würden wir dir auf jeden Fall mitgeben.
- Handschuhe sind extrem hilfreich, vor allem für besseren Grip. Vor Ort kannst du sie für kleines Geld kaufen.
- Bei der Kleidung solltest du bedenken, dass sich Sonne und Schatten stark abwechseln. Sobald du den Klettergurt anhast, kannst du dich nicht mehr umziehen.
- Für Fotos und Videos gibt es vor Ort verschiedene Optionen, zum Beispiel Drohnenaufnahmen oder Kameras (Insta360 X5) zum Ausleihen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass dein Handy gut gesichert ist. Auch davor kannst du dir vor Ort einen Gurt für dein Handy kaufen. Oder du kaufst es vorab.
Wichtige Vorbereitung für deine China Reise
Wenn du solche Aktivitäten planst, solltest du dich vorher gut vorbereiten. In China funktionieren viele Apps nicht wie gewohnt. Deshalb solltest du dir unbedingt die wichtigsten Apps für China vorab downloaden und dich verifizieren. Um die Apps dann zu nutzen, brauchst du unbedingt eine funktionierende Internetlösung. In unserem Beitrag zur eSIM für China erklären wir dir, welche Option für uns am besten funktioniert hat.
Zusätzlich empfehlen wir dir, ein VPN für China zu nutzen, damit du Apps wie Google, WhatsApp oder Instagram überhaupt verwenden kannst.
Auch die Fortbewegung kann anfangs ungewohnt sein. Gerade für längere Strecken lohnt sich ein Blick in unseren Guide zum Zug fahren in China.
Für wen ist die Sky Ladder geeignet?
Geeignet für:
Abenteuerlustige, schwindelfreie Reisende und alle, die sich gerne aus ihrer Komfortzone bewegen.
Weniger geeignet für:
Menschen mit starker Höhenangst oder körperlichen Einschränkungen.
Tatsächlich war aber in unserer Gruppe jemand dabei, der starke Höhenangst hat. Anfangs hat er sich nicht mal getraut von Berg nach unten zu schauen, obwohl da noch ein Geländer war. Wir finden aber, er ist den Klettersteig und die Himmelsleiter sehr gut geklettert! Es geht also auch so.
Fazit: Würden wir die Sky Ladder nochmal machen?
Ja, diese Aktivität war definitiv ein Highlight auf unserer China Reise! Auch wenn wir vor allem davor sehr gezweifelt haben – es war genau diese Mischung aus Angst, Adrenalin und Überwindung, die dieses Erlebnis so besonders gemacht hat. Die Sky Ladder in China ist nichts, was man einfach abhakt. Es ist ein Moment, an den du dich sicher lange zurückerinnern wirst. Und genau deshalb würden wir es jederzeit wieder tun.
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Häufig gestellte Fragen – Sky Ladder Zhangjiajie
Was ist die Sky Ladder in China?
Die Sky Ladder ist eine etwa 168 Meter lange Metallleiter, die in rund 1.500 Metern Höhe zwischen Felsen hängt. Sie ist Teil einer Via-Ferrata-Route am Qixing Mountain im Zhangjiajie Nationalpark und zählt zu den spektakulärsten Aktivitäten in China.
Wo befindet sich die Sky Ladder?
Die Sky Ladder befindet sich am Qixing Mountain im Zhangjiajie Nationalpark in China. Der Bereich liegt etwas abseits der bekanntesten Aussichtspunkte, ist aber gut erreichbar.
Wie schwierig ist die Sky Ladder in Zhangjiajie?
Die Sky Ladder ist körperlich grundsätzlich machbar, erfordert aber Schwindelfreiheit und mentale Stärke. Vor allem die Höhe, das Wackeln der Leiter und mögliche Wartezeiten mitten auf der Leiter können herausfordernd sein.
Ist die Sky Ladder etwas für Anfänger?
Ja, grundsätzlich schon – vor allem, wenn du sportlich bist und dich an Höhe herantraust. Der Klettersteig ist gut gesichert, aber du solltest keine starke Höhenangst haben.
Wie lange dauert die Sky Ladder?
Der eigentliche Aufstieg auf der Leiter dauert normalerweise nur etwa 20 Minuten. Durch Wartezeiten und natürlich den Weg dort hin kann es aber deutlich länger dauern. Bei uns hat allein die Leiter am Ende etwa eine Stunde gedauert.
Wie lange dauert die gesamte Aktivität?
Die gesamte Route ist theoretisch in etwa 2 bis 3 Stunden machbar. Durch Check-in, Einweisung und Wartezeiten vor Ort kann es aber auch deutlich länger dauern.
Was kostet die Sky Ladder?
Das Ticket für die Aktivität kostet etwa 98 Euro pro Person. Darin enthalten sind Seilbahn, Bus, Ausrüstung und Einweisung. Zusätzliche Kosten können für Transfer zum Berg oder Extras wie Kamera und Drohnenvideo entstehen.
Wie kommt man zur Sky Ladder?
Die Anreise erfolgt meist von Wulingyuan oder Zhangjiajie aus. Am einfachsten ist es, einen Fahrer zu organisieren, der dich hinbringt, wartet und wieder zurück fährt. Ein Taxi oder DiDi ist zwar möglich, der Rückweg kann aber schwieriger werden, da der Ort etwas abgelegen ist.
Welche Ausrüstung braucht man für die Sky Ladder?
Die komplette Kletterausrüstung bekommst du vor Ort. Zusätzlich empfehlen wir dir Handschuhe für besseren Grip und eine Handyhalterung, damit dein Smartphone sicher ist.
Kann man vor Ort eine Kamera leihen?
Ja, du kannst vor Ort eine Insta360 Kamera ausleihen oder ein Drohnenpaket buchen. Das Drohnenvideo kostet etwa 300 Yuan, die Kamera etwa 79 Yuan plus Kaution.
Lohnt sich die Sky Ladder in Zhangjiajie?
Ja, wenn du Abenteuer liebst und schwindelfrei bist. Die Sky Ladder gehört für uns zu den intensivsten Erlebnissen im Zhangjiajie Nationalpark und bleibt definitiv in Erinnerung.
