Die schönste Wanderung im Allgäu? Mein 4-tägiger Heilbronner Höhenweg

Mitte September habe ich mich auf meine erste richtige Hüttentour eingelassen: den Heilbronner Höhenweg im Allgäu. Vorher war ich zwar schon auf dem Jakobsweg unterwegs, aber Höhenmeter spielten da keine Rolle. Dieses Mal war es komplett anders – alpine Wege, stundenlange Anstiege, ausgesetzte Stellen und als Höhepunkt der bekannte Gratweg zwischen Rappenseehütte und Kemptner Hütte.

Vier Tage und drei Nächte war ich unterwegs: Start in Mittelberg im Kleinwalsertal, Übernachtungen auf der Mindelheimer Hütte, der Rappenseehütte und der Kemptner Hütte, bevor es schließlich wieder ins Tal nach Spielmannsau und zurück nach Oberstdorf ging.

Die Tour war anspruchsvoll, aber auch eine der schönsten Wanderungen, die ich bisher gemacht habe. In diesem Beitrag teile ich meine Erfahrungen, Tipps und alle wichtigen Infos zum Heilbronner Höhenweg. Von den Etappen über die DAV-Hütten bis zu Kosten und praktischer Vorbereitung.

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Oberstdorf als Startpunkt für den Heilbronner Höhenweg

Ich bin schon einen Tag früher nach Oberstdorf gefahren. Das hat den Vorteil, dass ich nicht gleich nach der langen Anreise losmuss. So konnte ich den halben Tag in Oberstdorf noch etwas nutzen und dann entspannt ausklingen lassen.

Oberstdorf ist als Basis perfekt: es gibt eine gute Auswahl an Hostels/Hotels, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten – wenn es auch etwas teurer als in anderen Regionen von Deutschland ist. Geschlafen habe ich in einem Mehrbettzimmer im „Oberstdorf Hostel„, was 45 € pro Nacht (inkl. Frühstück) gekostet hat. Es war nichts besonderes, aber für die eine Nacht völlig in Ordnung!

Am Nachmittag habe ich mir noch die Breitachklamm angeschaut. Nur ca. 15 Minuten von Oberstdorf befindet sich diese beeindruckende Schlucht, in der das Wasser durch hohen Felswänden schnellt. Wenn du in Oberstdorf bist, würde ich dir die Klamm auf jeden Fall empfehlen!

4 Tage Heilbronner Höhenweg – Route & Etappen im Überblick

⛰️ ca. 43 km ⬆️ ca. 3.100 hm 🗓️ 4 Tage · 3 Nächte

Tag 1

Mittelberg → Mindelheimer Hütte

8,0 km +973 hm

Tag 2

Mindelheimer Hütte → Rappenseehütte

14,7 km +983 hm

Tag 3

Rappenseehütte → Kemptner Hütte

13,4 km +1.134 hm

Tag 4

Kemptner Hütte → Spielmannsau

6,7 km −850 hm

Tag 1: Von Mittelberg zur Mindelheimer Hütte

Gestartet sind wir mittags in Mittelberg. Von Oberstdorf fährt die Buslinie 1 ins Kleinwalsertal, ab der Haltestelle (Mittelberg) sind es noch etwa 15 Minuten Fußweg bis zum Parkplatz. Dort beginnt der Anstieg.

Der Weg führt stetig bergauf, erst noch recht gemütlich, später steiler und alpiner. Zwischendurch kamen wir an einem schönen Wasserfall vorbei. 

Kurz vor der Hütte habe ich noch einen Abstecher auf den Gipfel Kemptner Kopf gemacht. Mein allererstes Gipfelkreuz *yaay*. Von dort hat man einen tollen Blick ins Tal und zur Hütte. Vom Gipfel war es dann nicht mehr weit bis zur Hütte.

Übersicht Tag 1

  • Distanz: 8,0 km

  • Höhenmeter: 973

  • Gehzeit: 3:10 h (3:40 h gesamt)

  • Link zur Wanderung (direkter Weg, ohne Gipfel)

Mindelheimer Hütte (2.013 m)

Die Hütte hat Platz für rund 175 Gäste. Ich habe im Matratzenlager geschlafen, das extrem eng war – Schulter an Schulter. Dementsprechend war meine erste Nacht in der Hütte kurz. Ich würde unbedingt Oropax empfehlen. Duschen gibt es keine, WLAN ebenfalls nicht, dafür aber Handyempfang.

Insgesamt habe ich pro Tag ca. 40 – 50 € ausgegeben. Für so eine Tour solltest du also mindestens 150 € mitnehmen. Ich würde empfehlen lieber etwas mehr mitzunehmen, da es auf der Wanderung keine Möglichkeit gibt, Geld abzuheben. Kartenzahlung ist in der Regel auch nicht möglich.

Tag 2: Von der Mindelheimer Hütte zur Rappenseehütte

Nach dem Frühstück und Packen ging es bergab ins Tal. Dort erfuhren wir, dass man mit einem kleinen Umweg den südlichsten Punkt Deutschlands erreicht. Also sind wir die Zusatzschleife gegangen. Wieder 300 Höhenmeter nach oben und ca. eine Stunde Umweg. Die Aussicht beim südlichsten Punkt Deutschlands hat sich aber gelohnt. Auch der Weg danach war sehr schön!

Grüne Wiesen, kleine Wasserläufe, und wir haben Murmeltiere gesehen. Kurz vor der Rappenseehütte wurde es noch einmal steiniger, aber nicht gefährlich.

Ab zwei Stunden vor der Hütte war ich gefühlt total „leer“. Ich hatte am Vortag wohl zu wenig gegessen und kaum geschlafen – das habe ich jetzt gemerkt. Selbst Riegel halfen nicht mehr. Ich musste mich die letzten Höhenmeter also etwas hochschleppen, aber dann habe ich die Hütte auch schon gesehen. Dort gab es dann erstmal eine Stärkung: Cola (für Energie), alkoholfreies Weizen (weil isotonisch) und Kaiserschmarrn (weil es lecker schmeckt und ebenfalls Energie  liefert). Danach wurde es wieder besser!

Übersicht Tag 2

  • Distanz: 14,7 km

  • Höhenmeter: 983

  • Gehzeit: 5:45 h (6:12 h gesamt)

  • Link zur Wanderung (direkter Weg, ohne Gipfel)

Rappenseehütte (2.091 m)

Mit 304 Schlafplätzen die größte DAV-Hütte überhaupt. Die Lager sind hier deutlich breiter als in der Mindelheimer Hütte, was einen spürbaren Unterschied beim Schlafen macht. Kein Empfang in der Hütte, aber ein paar Minuten oberhalb hast du Netz. Hier gibt es auch Duschen. Dusch-Marken gibt es für 4 €, damit kannst du 3 Minuten duschen.

Tag 3: Über den Heilbronner Höhenweg zur Kemptner Hütte

Der dritte Tag war der Höhepunkt der Tour – sowohl landschaftlich als auch körperlich. Wir starteten um 7:30 Uhr, damit wir den Höhenweg in Ruhe gehen konnten.

Nach etwa einer Stunde begann der Heilbronner Höhenweg. Von hier an wird der Weg anspruchsvoller: schmale Pfade, Drahtseile, Leitern, ausgesetzte Stellen. Dazu fantastische Ausblicke in alle Richtungen. Unterwegs kamen wir an Gipfeln wie dem Steinschartenkopf und dem Blockkarkopf vorbei.

Ich habe zusätzlich nach ca. 1,5 Stunden Gehzeit einen Abstecher auf das Hohes Licht (2.651 m) gemacht. Der Hin- und Rückweg dahin war identisch und wir haben etwas mehr als gebraucht, um wieder auf dem geplanten Weg zu sein.

Nach ungefähr 6,5 Kilometern kamen wir noch an den Resten eines Gletschers vorbei. Das war nochmal ein spannendes Highlight, darf aber auch nicht unterschätzt werden. Das Eis war stark geschmolzen und unterhöhlt, dennoch sind einige Personen einfach quer drüber gelaufen, obwohl man nicht sehen konnte, wie dick das Eis ist. Wir sind daher außen herum gegangen.

Direkt danach kam der Abstecher auf den Gipfel Mädelegabel. Unsere Rucksäcke haben wir an der Wegkreuzung liegen gelassen. Den Weg sind wir dann fast die ganze Zeit auf allen Vieren geklettert, hoch wie runter. Oben am Gipfelkreuz zu stehen, war trotzdem jede Anstrengung wert. Für den Aufstieg brauchten wir etwa 25 Minuten, für den Abstieg etwas länger. 

Unten angekommen, haben wir wieder unsere Rucksäcke aufgenommen und sind den Rest des Weges Richtung Kemptner Hütte gelaufen. Je näher man der Hütte kam, desto weniger alpin wurde das Gelände. Irgendwann wurde es dann fast wie ein Spaziergang.

Übersicht Tag 3

  • Distanz: 13,4 km

  • Höhenmeter: 1.134

  • Gehzeit: 7:23 h (8:57 h gesamt)

  • Link zur Wanderung (direkter Weg, ohne Gipfel)

Kemptner Hütte (1.846 m)

Die angenehmste Übernachtung der Tour. Hier gibt es Hochbetten statt großer Matratzenlager, wo man direkt nebeneinander liegt. Endlich mal keine Schulter-an-Schulter-Situation. Kuchen (4,50 €) und ein warmes Abendessen (16 €) machten den Tag perfekt. Hier gab es wie in Hütte 1 keine Dusche. Empfang gab es erst zehn Minuten hinter dem Haus auf einem Hügel.

Tag 4: Abstieg nach Spielmannsau

Nach einem entspannten Frühstück begann der Abstieg. Der Weg war technisch nicht schwer, aber stellenweise rutschig, weil Wasser den Pfad kreuzte. Die letzten 20 Minuten waren ein gemütlicher Wirtschaftsweg – nach drei langen Tagen fast schon ungewohnt.

In Spielmannsau angekommen, habe ich noch schnell meine Kleidung gewechselt und bin mit der Buslinie 8 zurück nach Oberstdorf gefahren. Von dort bin ich dann mit der Bahn weiter nach Hause gefahren.

Übersicht Tag 4

  • Distanz: 6,7 km

  • Höhenmeter: 38 (aber 850 Meter Abstieg)

  • Gehzeit: 2:00 h

  • Link zur Wanderung 

Mein Erlebnis auf dem Heilbronner Höhenweg

Meine erste Hüttentour war intensiv, teilweise fordernd und unvergesslich. Die erste Nacht im engen Lager war hart, aber die Erlebnisse – Sonnenaufgänge, Steinböcke, Gratwege und Gipfel – haben das mehr als wettgemacht. Der Heilbronner Höhenweg ist definitiv kein Spaziergang, aber eine der schönsten Wanderungen im Allgäu. 

Allgemeines zum Heilbronner Höhenweg

Der Heilbronner Höhenweg liegt in den Allgäuer Alpen und gilt als einer der bekanntesten und schönsten Höhenwege in den deutschen Alpen. Er verbindet die Rappenseehütte mit der Kemptner Hütte und führt dabei in hochalpines Gelände – immer wieder über ausgesetzte Stellen, Gratwege und kleine Kletterpassagen.

  • Länge: ca. 8 km zwischen Rappenseehütte und Kemptner Hütte (Teil der mehrtägigen Tour von Mittelberg bis Spielmannsau: ca. 43 km, 3.100 hm).

  • Schwierigkeit: mittel bis schwer. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Pflicht.

  • Beste Zeit: Mitte Juni bis Ende September, je nach Schneelage.

  • Besonderheiten: Gratpassagen, Leitern, gesicherte Stellen, spektakuläre Ausblicke, Steinböcke.

Praktische Tipps für den Heilbronner Höhenweg

Bergschuhe: Am besten Knöchelhoch und mit fester Sohle. Auf den alpinen Wegen brauchst du Grip und Stabilität.

Wandersocken: Lieber ein Paar mehr einpacken. Nasse oder durchgelaufene Socken führen schnell zu Blasen.

Wanderstöcke: Ich fand sie an manchen Abschnitten sehr hilfreich, da sie die Knie und Oberschenkel entlasten.

Hüttenschlafsack und Hüttenschuhe: Auf DAV-Hütten ist das Pflicht. Ich hatte einen einfachen Hüttenschlafsack von Decathlon und Adiletten dabei.

Regenkleidung: Regenjacke und wasserdichte Hose. Ich habe sie nicht gebraucht, aber ohne wäre ich nicht los. In den Alpen kann das Wetter jederzeit kippen.

Kleidung: Zwiebelprinzip! Leichte Shirts, warme Thermoschichten, Handschuhe, Mütze. Selbst im September bei tagsüber ca. 25 Grad war es morgens/abends frisch.

Stirnlampe: Für frühe Starts oder wenn es abends später wird.

Powerbank: Steckdosen sind knapp und alle wollen gleichzeitig laden. Ohne zusätzliche Powerbank stehst du schnell ohne Akku da.

Snacks für unterwegs: Ich hatte Riegel dabei. Die sind leicht, schnell gegessen und geben Energie. Aber: Riegel ersetzen keine Mahlzeit. Ich habe am zweiten Tag gemerkt, dass ich durch die Anstrengung mehr essen muss. Du solltest also mehr essen, als an einem ganz normalen Tag zu Hause.

Hüttenessen: Spaghetti, Kaiserschmarrn, Krautspatzen – die Portionen sind ordentlich und geben dir Energie.

Wasser: Ich habe morgens immer drei Liter aufgefüllt. Teilweise ist das in den Hütten kostenpflichtig (z. B. 0,50 €/Flasche oder 1 €/Liter). Quellen gibt es unterwegs, aber nur weit oben nutzen, denn unten weißt du nie, was oberhalb im Wasser liegt.

Früh starten: Besonders am Heilbronner Höhenweg. Ab 10 Uhr wird es voller, und du willst die heiklen Passagen nicht im Gedränge gehen. Außerdem bleibt so genug Zeitpuffer, falls es länger dauert.

Wetter checken: Am Abend vorher und am Morgen selbst. Bei Gewittervorhersage würde ich die Tour sofort verschieben, denn am Grat gibt es keinen Schutz.

Karte und GPS: Wir hatten die Route offline in Komoot gespeichert. Die Wege sind zwar markiert, aber bei Nebel oder schlechter Sicht willst du nicht auf Schilder allein vertrauen.

Reservieren: Teilweise musst du Monate im Voraus reservieren – gerade an Wochenenden.

Barzahlung: Kartenzahlung gibt es fast nie. Bargeld einpacken, sonst stehst du ohne Zimmer und Essen da.

Ruhezeiten: Ab 22 Uhr ist meist Nachtruhe, da sollte Ruhe sein.

Schlafkomfort: Vor allem Matratzenlager sind oft eng. Oropax und ggf. eine Schlafmaske solltest du unbedingt dabei haben.

Laden & Strom: Steckdosen sind begrenzt, eine Powerbank ist dein bester Freund, damit du unterwegs nicht ohne Strom dastehst.

Wasser und Duschen: Duschen gibt es nicht überall. Waschräume sind aber bei diesen Hütten immer vorhanden. Trinkwasser gibt es teilweise nur gegen Gebühr.

Energie einteilen: Lieber in gleichmäßigem Tempo laufen, als am Anfang zu viel Gas zu geben.

Essen und Trinken rechtzeitig: Nicht erst, wenn du völlig leer bist, sondern immer wieder essen und trinken.

Schwindelfreiheit: Wenn du Probleme mit Höhe hast, ist der Heilbronner Höhenweg nicht der richtige Ort. An einigen Stellen geht es wirklich steil runter.

DAV-Mitgliedschaft – lohnt sie sich für den Heilbronner Höhenweg?

Ich würde jedem, der ab und zu in den Bergen unterwegs ist eine Mitgliedschaft im DAV empfehlen!

Was ist der DAV überhaupt?

Der DAV (Deutscher Alpenverein) ist der größte Bergsportverband der Welt mit über 1,5 Millionen Mitgliedern. Er ist in Sektionen organisiert, die in ganz Deutschland verteilt sind. Der Verein betreibt und erhält mehr als 300 Hütten in den Alpen, markiert und pflegt Wege und bietet Ausbildungskurse, Touren und Sicherheitstrainings an. Gleichzeitig setzt sich der DAV auch für den Schutz der Alpen und nachhaltigen Bergsport ein.

Wo anmelden: In fast jeder Stadt gibt es eine DAV-Sektion. Mitglied werden kannst du direkt online oder in einer Geschäftsstelle. Du musst aber nicht zwingend in deiner Stadt Mitglied werden.

Kosten: je nach Sektion rund 50–100 € pro Kalenderjahr.

Vorteile einer DAV Mitgleidschaft

  • Rabatte auf Hüttenübernachtungen (du sparst je nach Hütte 10–15 € pro Nacht)

  • Versicherungsschutz: Such- und Rettungskosten, Helikopterrettung, Bergung bis 50.000 €

  • Kurse & Angebote: Sicherheitstrainings, Lawinenkurse, Orientierung

  • Netzwerk & Gemeinschaft: lokale Gruppen, gemeinsame Touren

  • Naturschutz: Mit deinem Beitrag unterstützt du auch den Erhalt der Alpenregion

Schon bei einer einzigen Hüttentour kann sich die Mitgliedschaft rentieren.

Für wen geeignet – und für wen nicht

Die Tour ist ideal für alle, die alpine Erfahrung haben, trittsicher und schwindelfrei sind und die Kondition für lange Tage mit Rucksack mitbringen.

Nicht geeignet ist sie für Menschen mit Höhenangst oder für Anfänger, die bisher nur einfache Wanderwege kennen. Am Heilbronner Höhenweg ist ein Umdrehen nur schwer möglich, und wer dort die Konzentration verliert, bringt sich in Gefahr und andere in Gefahr.

Wusstest du schon …

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Häufig gestellte Fragen – Heilbronner Höhenweg

Wie schwer ist der Heilbronner Höhenweg wirklich?

Der Weg gilt als mittel bis schwer. Er ist kein Spaziergang, sondern ein alpiner Steig mit ausgesetzten Passagen, Leitern und Drahtseilen. Wer eine gute Kondition hat, trittsicher und schwindelfrei ist, kommt gut klar. Anfänger ohne alpine Erfahrung sind hier überfordert.

Wie viele Tage braucht man für die Tour?

Den eigentlichen Höhenweg von der Rappenseehütte zur Kemptner Hütte schafft man in 1 Tag (6–8 Stunden Gehzeit). Die komplette klassische Hüttentour dauert jedoch 3-4 Tage.

Braucht man für die Tour alpine Erfahrung?

Ja. Du solltest mit ausgesetzten Stellen, leichten Klettereien und alpinen Wegen vertraut sein.

Ist der Heilbronner Höhenweg gefährlich?

Gefährlich wird er, wenn man ihn unterschätzt. Bei Regen oder Gewitter ist der Weg hochriskant, da du dich ungeschützt am Grat befindest. Mit Erfahrung, Ausrüstung und gutem Wetter ist er jedoch sicher machbar.

Welche Ausrüstung sollte man unbedingt dabeihaben?

Feste Bergschuhe, ein passender Rucksack, Regenkleidung, Hüttenschlafsack & Hüttenschuhe, Oropax, Stirnlampe und eine Powerbank. Wanderstöcke sind sehr hilfreich, aber kein Muss.

Kann man die Hütten spontan buchen oder muss man reservieren?

Reservieren ist Pflicht. Besonders in der Hauptsaison oder am Wochenende sind die Hütten Wochen im Voraus ausgebucht. Spontan losgehen ist riskant. In der Regel gibt es aber immer Plätze, wenn Not besteht.

Gibt es auf den Hütten Duschen und Strom?

Duschen gibt es nicht überall: auf der Mindelheimer Hütte nicht, auf der Rappenseehütte schon (gegen Gebühr). Strom ist knapp, Steckdosen sind stark umkämpft – eine Powerbank ist Pflicht.

Kann man auf der Tour mit Karte oder Handy bezahlen?

Nein. Auf DAV-Hütten gilt fast immer: nur Barzahlung. Weder Karte noch Handy funktionieren zuverlässig.

Wie viel Bargeld sollte man mitnehmen?

Rechne mit ca. 40–50 € pro Tag (Übernachtung, Abendessen, Getränke, Snacks). Für die ganze Tour also etwa 200–250 € Bargeld. Lieber etwas mehr, da es unterwegs keine Geldautomaten gibt.

Wann ist die beste Zeit für den Heilbronner Höhenweg?

Normalerweise von Mitte Juni bis Ende September. Früher liegt oft noch Schnee, später sind die Hütten geschlossen oder das Wetter zu instabil.

Ist die Tour für Menschen mit Höhenangst geeignet?

Ganz klar nein. Der Höhenweg führt über ausgesetzte Stellen mit steilen Abgründen. Selbst mit Seilsicherungen ist das nichts für Menschen mit Höhenangst.